9.2.08

Chinesisch für Anfänger.

20:30 Freitagabend, müdster Tag der Woche, nach Hause kommen, im Bus schon fast eingepennt sein
21:00 ätzend laute Musik und Stepschulgeräusche von oben, sehr nervig, aber ist noch vor zehn, naja.
22:00 immer noch ätzend laute Musik, aber ok, man isja nich so, wenns in ner halben Stunde leiser wird...
22:15 völlig hinüber sein und mit Oropax irgendwie einschlafen
00:20 von gigantisch lauter Musik aufwachen, 2 Stepschulen, Mädels die hysterisch lachen, es nicht kapieren
00:22 hoch gehen, 3 Minuten an der Tür stehen und klopfen und irgendwann Sturmklingeln, weil die Klingel nicht mehr gehört wird, dann sagen, dass das definitiv zu laut ist, Antwort "Hm-hm, naja, wir gehn ja eh gleich" Im Treppenhaus noch hören "Ja, dreh halt den Bass was runter", skeptisch werden, ob die Botschaft verstanden wurde
00:26 Botschaft wurde offenbar nicht verstanden, nachdenken, ob die Aufgabe evtl. doch zu komplex gestellt war (mehr Rücksichtnahme auf Erstis?), wieder hoch gehen, wieder erklären, dass ich a l l e s höre, daraufhin neue Antwort: "du bist die von untendrunter, ne?", langsam heftigst genervt sein. Immerhin aber geht die Musik aus.
00:35 Musik geht wieder an. Adrenalinhemmende Mittel einnehmen, wieder hoch, neuer Ansprechpartner, andere Partygäste sortieren mein Verhalten in die Schublade "voll uncool, ich bin Student und hab so ein total wildes Leben, du Spießer, du", zwar fällt noch immer in keinem einzigen Nebensatz das Wort "schuldiung", dafür wird mir erklärt, dass ich ja selbst gefeiert hätte. Meine Erklärung daraufhin, ich hätte 2 Tage vorher Bescheid gesagt und niemand hat sich über die Lautstärke beschwert, wird nicht anerkannt.

Das üben wir denn noch mal, gell? Ich freu mich schon auf die nächste Party, Monsieur empfängt nämlich gerne Besuch. "Beweise, beweise!" singt der Nachbar, und hat mir vorgeschlagen, jedes Mal hoch zu kommen, wenn ich laute Musik höre. So werd ich doch noch fit. Und ob ich damit als böse, gemeine Furie irgendjemands fancy Lebenswandel behindere, ist mir mal so richtig scheißegal.

01:04 Schreiben hilft, Aggression ausreichend überwunden fürs erste: endlich pennen.

10.9.07

Hurra!

Heute hatte ich das erste Mal in meinem Leben ein positives Erlebnis mit der Telekom in Form eines Außendienstmitarbeiters! Ein Telekomaußendienstmitarbeiter! Der gemacht hat, dass ich wieder online bin und auch telefonieren kann, es war ein Erlebnis, der war unglaublich nett und gleichzeitig kompetent. Gut, ein einziger Minuspunkt: Er kam innerhalb eines "Zeitfensters" (wer auch immer dieses Wort etabliert hat, gehört gehängt!) das von 13:00 bis 17:00 Uhr reichte (zu öffnen war?), was einerseits enorm unkonkret ist, gleichzeitig aber eine Anwesenheit beinahe zu 100% ausschließt. Herzlichen Glückwunsch, liebe Telekom, an eure Außendienstplanung solltet ihr mal jemanden ranlassen, der sich damit auskennt. Einen Zeitfensterputzer zum Beispiel.

Außerdem hatte ich heute den ersten Mittelstufe-Berufsschultag und wir haben jetzt einen renovierten Raum mit gigantischen Ausmaßen. Zum Klo sind es nur noch zwei Meter und zur Kaffeefrau auch, und zum Rauchen (äh – in die Entwöhnungszone) ist es ebenfalls ganz nah. Wir haben sozusagen den Joker gezogen.

Für diesen Post habe ich jetzt in etwa viereinhalb Stunden gebraucht, weil ich nämlich 10-Finger-Tastschreiben lerne; hauptsächlich, um damit Eindruck zu machen. 10-Finger-Tastschreiben soll ja die generelle Attraktivität ungemein erhöhen. Ich merk das auch schon. Zur Sicherheit geh ich aber lieber noch mal zum Sport jetzt.

6.9.07

Buhu 2!

Einstellung der Schrift mithilfe des Bürobrowsers nicht möglich. Motivation zum Ändern irgendwelcher Einstellungen nicht vorhanden. Mordpläne für Personen, die nun "ist-doch-voll-easy"-eMails schreiben, bereits in fünffacher Ausführung gedruckt. Büttenpapier.

Buhu!

Pfui – ich bin offline! OFFLINE! Kacke.
Kompensation mit Arbeit wenig befriedigend. Sprechen ganzer Sätze aufgegeben. Sinn ohne funktionierendes Telefon nicht ersichtlich. Weinen die ganze Woche. Falten und graue Haare durch völlige Isolation. Kollegen erst kopfschüttelnd, dann gar nicht mehr reagierend. Baldige Flucht ins Nirvana oder Richtung Fidji geplant. Alternativ erst mal Laboe. Oder so. Zelt noch nicht organisiert. Muss arbeiten. Tschö.

22.8.07

Spökes.

So, jetzt mal was zum Thema... nö. Kein Thema heute. Lieber Bilder. Zum Beispiel von der Phalluspflanze, der in meinem Balkonblumenkasten gewachsen ist, ohne dass ich was gesät habe.


Oder vom Kaugummi, mit dem Susas Akkuklappe ihrer Digicam hält:


Oder von dem Zeugs, dass ich jetzt immer trinken muss (ja gut, schmeckt ja eigentlich auch ganz lecker):


Lecker war das hier, das hab ich mir letztens gezaubert und war hin und weg:


So sehe ich bei der Arbeit aus:


Verstehe einer diese Werbeleute...


René und ich haben die beste Pizza der Welt gebacken – mit Walnüssen und Birne und Rauke und Honigteig und roten karamellisierten Zwiebeln und Gorgonzola und Mozzarella und...



Apple hat sich auf meinem Schoß niedergelassen! Freiwillig! Und mein Schoß scheint ein ziemlich guter Ort zu sein, darf man Apples Miene trauen:



Original und besser: die Donauwellen (nach der Pizza)


Das war übrigens auch ganz hervorragendes Essen:



Schlimm! ß im Versalienmix und dann auch noch sowieso falsch!


Ein Käfer! Selbst gefangen :)



So seh ich auch bei der Arbeit aus.



Und da wo ich wohne, ist der Aldi so asi, dass man über dem Orangensaft (ihr wisst schon, das Getränk, mit dem man den Korn strecken kann) extra auf das Rauchverbot hinweisen muss.


Bei Langeweile nach Feierabend seh ich so aus:



Schluss jetzt. Ich geh ins Bett.

12.7.07

Herr Kraus und die kleinen Ausländer

Der Herr Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, ist ein eifriger Mann und findet, dass Waldorfschulen ihren Herrn Steiner nicht ausreichend bzw. überhaupt nicht hinterfragen. Nach einer wütenden und einigermaßen holprigen (wenn auch eifrig-aufgeregten!) Argumentation kam er also kürzlich in einem Radio-Interview zu dem Schluss, dass die Waldorfpädagogik von Rassismen durchdrungen ist, was Konsequenzen hat, die er nicht eindeutig benennen kann.
Auf die Frage des Moderators, wie er sich denn erkläre, dass Waldorfschulen nach wie vor sehr beliebt seien und im Verhältnis doch das deutlich bessere Image als staatliche Schulen haben, antwortete Herr Kraus, dass das doch völlig natürlich sei, die Waldorfschulen hätten schließlich auch nicht mit diesen hohen Migrantenanteilen unter den Schülern zu kämpfen... j'adore :}
Herr Kraus ist übrigens Deutschlehrer und Autor des sicher großartigen Buches "Der PISA [space] Schwindel".

2.7.07

Allerhand aus letzter Zeit.

So. Ich bin krankgeschrieben, für morgen und für übermorgen. Das ist Dreck, denn morgen ist die tolle Druckerei-Exkursion, und weil ich ja noch jung und unerfahren bin, wäre das mein erstes Mal Rollenoffset live gewesen. Toll! Jetzt häng ich hier rum und guck mir stattdessen den Regen an (Juli! Verdammt, es ist Juli!!) und trinke Umckaloabo und habe Mitleid mit mir selbst. Weil ich ne blöde drei schreibe, wenn 85% der Klasse einsen zurückbekommen hat. Weil ich heute 26 Minuten unbemerkt mit meinem Scheißtelefon online war. Weil Freddy Krüger in meinen Hals eingezogen ist und dessen Innenwände mit seinem Maniküreset verwechselt. Weil ich noch nie so ein vollkommen ätzendes Wetter im Juli erlebt habe. Weil keine Besserung in Sicht ist und meine Jalousie noch immer nicht hängt. Weil ich in meinem Zimmer friere.
Andererseits: immerhin Zeit zum Bloggen. Okay, keine Ahnung, wer sich ernsthaft mein Rumgenöle durchliest, aber was solls.
Deshalb folgt nun ein kleiner Diaabend mit Sachen, die in letzter Zeit passiert sind:

Ich habe z.B. meine weißen Schuhe erst im Tuch angehabt, dann im Weltruf, und sie anschließend saubergemacht. Völlig ohne Erwartungen. Aber sie wurden tatsächlich wieder weiß! Das hat mich derart beeindruckt, dass ich mit meinem modernen Telefon ein Bild davon machen wollte, das dieses wahnsinnige Ereignis dokumentiert. Leider sehen auf dem Foto beide Schuhe relativ ähnlich dunkelweiß aus.


Dann ist mir letztens was ziemlich doofes passiert: Als ich morgens nach rechts greife, um mir meine Zeitschaltuhr-Kaffeemaschine-AromaCup-Kaffeetasse zu angeln, ist da das drin:


Ja, beiges Wasser. Filter war drin, Wasser war drin. Kaffee hatte ich vergessen. Der Tag war gelaufen. Allerspätestens, nachdem ich das da als nächstes gesehen habe:



Irgendwann nach ein paar Tagen liefs dann wieder einigermaßen und ich habe mich getraut, auszugehen. So sieht man aus, wenn man total fertig mit der Welt morgens um acht wassertrinkend auf dem Balkon sitzt:


Mit dem Ausgehen, das muss man üben. Beim nächsten Versuch war ich ganz entzückt von dieser Kombination:


R. ist manchmal so herrlich schmerzfrei :}

Oha: Ich kann jetzt Kraniche falten!


Und alle anderen im bekannten Spiel Jajure aka Chicago abziehen:


Naja, das kann ich leider auch...



Und bis jetzt dachte ich auch, dass ich bis an mein Lebensende glücklich sein kann mit meiner Kaffeemaschine, die mir mithilfe einer Zeitschaltuhr jeden Morgen eine Tasse Kaffee kocht. Dank dieser Kaffeegöttin konnte ich meinen Wecker einmotten, weil ich jetzt jeden Morgen durch Kaffeduft und Geglucker wach werde. Alles war vollkommen schön.


Und dann macht WMF sowas:


Klein. Schnell. Schön. Das kann man so sagen. Warum tut ihr mir das an? WMF, was soll das? Herrje.

Das ist mein Geburtstagsgeschenk für meinen Vater – wir haben eine Wette laufen und müssen abnehmen. Ich bin dreckig, ich weiß :}



Erich war der erste Kölner, den ich bei meinem 'Heimurlaub' getroffen habe. Wie heißt diese Nachbarschafts-Katze eigentlich wirklich...?



Da wurde mir ganz warm ums Herz – danke, Stiefel!



Schmuse hat gebastelt und das im Hintergrund ist die Sonne aus Ginger Ale.



Das sind Quallen am Sonntagmorgen. Wie bereits erwähnt, beim vernünftig und gesittet Ausgehen bin ich noch im Anfängerstadium.



Als wir da am Wasser saßen, bei Weitem noch nicht... fahrtüchtig, haben wir zwei Jungs getroffen. Die haben eine Kröte gefangen und einen Krebs. Und hatten viel Spaß und wussten nicht recht etwas mit unserer trägen Faszination anzufangen.




Wenn deren Eltern wüssten, dass ihre Kinder morgens um acht irgendwelchen dahergelaufenen Besoffskies Flora-und-Fauna-Nachhilfe geben...


...dann würden sie vermutlich auch allen Ernstes Raucherschiff lesen und nicht dahinterkommen, dass da womöglich zwei Punkte verdeckt werden.

In diesem Sinne. Ich geh jetzt ins Bett und habe weiter Mitleid, denn Freddy Krüger hat noch immer keine Ruhe gegeben. Mitleidsbekundungen und Früchtetee bitte per Mail oder ICQ (196601577), telefonisch besser nicht, das tut nämlich weh.
Bis bald!

11.6.07

Wow.

Ich. Tisch. Bauen. Dübel. Schrauben. Schweiß. Mehr Schweiß. Melaminbeschichtungen. Mehr Schweiß. Angst. Ernüchterung. Trotzdem. Stolz.

So, das war alles, zu mehr bin ich jetzt nur bedingt in der Lage. Dafür bin ich einfach mal die coolste Wurst der Welt, weil ich jetzt einen 2,20 m langen Schreibtisch habe, den ich mir selber ausgedacht und dann ganz alleine gebaut habe. Klar ist der schief und ein bisschen wackelig. Aber der beste Schreibtisch dens gibt. Wir lieben uns sehr. Und jetzt geh ich ins Bett.
Nein. Scheiße. Da sind Sägespäne und ungefähr alles was vorher in meinem alten Schreibtisch drin war. Gott. Ich wein gleich...

Whatever, zum Beweis hier ein dunkles Foto von meiner neuen Flamme:

Bald mehr neues und nicht so neues. Bis dann!